Bimetall oder Werkzeugstahl – Welches Sägeband eignet sich besser für die Holzbearbeitung?
Die Bearbeitung von Holz stellt je nach Umwelteinflüssen und Holzart unterschiedliche Anforderungen an das Sägewerkzeug. Ob frisches, trockenes, hartes oder weiches Holz verarbeitet wird, sowie die Frage nach der Härte des Holzmaterials, sind entscheidend bei der Auswahl des passenden Sägebandes. In diesem Artikel werden die Vorteile von Sägebändern aus Bimetall im Vergleich zu Werkzeugstahl herausgestellt.
Werkzeugstahl-Sägebänder:
Aufbau, Eigenschaften und Hintergrund

Technologischer Vergleich: Werkzeugstahl- vs. Bimetall-Sägebänder
Werkzeugstahl-Sägebänder sind die bereits deutlich länger verfügbare Sägebandvariante. Noch heute werden sie häufig in der Holzverarbeitung angewendet. Diese bestehen durchgängig aus einem Material. Das bedeutet Träger und Sägezahn haben die gleichen Eigenschaften. Diese Bänder sind zwar sehr scharf und gut nachschärfbar auf Grund des hohen Kohlenstoffgehalts, sie werden allerdings auch schneller stumpf und müssen sehr oft nachgeschärft werden. Das führt zu einem deutlich schnelleren Verschleiß, was sowohl zeit- als auch kostenintensiv ist, da sie häufig ersetzt werden müssen.
Warum eignen sich Bimetall-Sägebänder so gut für die Holzbearbeitung?
Bimetall-Sägebänder bestehen aus einem vergüteten Trägerwerkstoff und aufgeschweißtem Schnellarbeitsstahl (HSS). Der vergütete HSS verleiht den Zähnen hohe Härte und Schnitthaltigkeit wodurch gerade beim Sägen von Holz sehr hohe Standzeiten erreicht werden.
Im direkten Vergleich zu Werkzeugstahl-Sägebändern bieten Bimetall-Sägebänder folgende Vorteile:
-
Längere Lebensdauer
Durch die hohe Schärfe, Zähigkeit und Schnitthaltigkeit verringert sich die Notwendigkeit für häufige Bandwechsel, wodurch Produktionsausfälle minimiert werden.
-
Reduzierter Verschleiß
Hohe und moderne Fertigungsgüte und engste Toleranzen sorgen für weniger Verschleiß und verbessert die Qualität der Schnittkanten, was zu sauberen Schnittergebnissen bei Holz führt.
-
Vielseitige Einsatzmöglichkeiten
Sie sind einsetzbar zum Sägen von klassischen Nadelhölzern wie Fichte, Lärche und Kiefer bis hin zu harten und abrasiven Holzarten wie Cumaru oder Bongossi.
Praxisbeispiel: GENERO® von WIKUS
Besonders deutlich wird die Leistungsfähigkeit von Bimetall-Sägebändern am speziell für Holz entwickelten Sägeband GENERO® von WIKUS. Dieses innovative Produkt beweist seine Stärke nicht nur beim Sägen von Schnittholz, sondern ist auch besonders widerstandsfähig z.B. gegen evtl. im Holz vorkommende oder eingewachsene Metalle, die in der Praxis bei Werkzeugstahl-Sägebändern zu vorzeitigem Verschleiß oder Zahnausbrüchen führen können.
Darüber hinaus zeigt das GENERO® Sägeband seine Effizienz beim Sägen astreichen Nadelhölzern oder Gerbsäurereicher Eiche. Diese besonderen Einsatzbedingungen erfordern eine robuste und zuverlässige Sägeleistung, die mit herkömmlichen Werkzeugstahl-Sägebändern oft nicht erreicht werden kann.
Dies macht das Bimetall-Sägeband zur bevorzugten Wahl für Fachleute, die auf Effizienz und Langlebigkeit von Sägebändern Wert legen.
Fazit:
Gegenüber traditionellen Werkzeugstahlprodukten zeichnen sich Bimetall-Sägebänder aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit und ihrer hochpräzisen Verzahnung und Vergütung durch eine verbesserte Leistungsfähigkeit und bis zu vierfachen Standzeiten aus. Das ermöglicht eine effiziente Holzbearbeitung mit weniger Produktionsunterbrechungen durch Bandwechsel und Schärf-Vorgänge.